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Der Ostafrikanische Grabenbruch in Kenia

Ein geographisch äußerst interessantes Gebiet zieht sich durch den Westen Kenias, komplett von Norden bis Süden. Gemeint ist damit der Ostafrikanische Grabenbruch, der sich von Äthiopien, beginnend am Afar-Dreieck, bis nach Mosambik erstreckt. Dieser Graben spaltet sich südlich in einen östlichen und einen westlichen Rift, die beide um den Viktoriasee verlaufen.




Entstanden sind diese Gräben durch Vulkanaktivitäten über Jahrmillionen. Der östliche Teil verläuft dabei durch Kenia hindurch. Am Afar-Dreieck treffen sich drei Erdplatten, die auf der Lithosphäre, einem heißen, flüssigen Gemisch aus verschiedenen Metallen, schwimmen. Diese drei tektonischen Platten teilen sich in die Arabische, die Afrikanische und in die Somali-Platte auf. Die so aufeinander treffenden Platten bewegen sich in drei Richtungen: voneinander weg, aufeinander zu oder aneinander vorbei. Die Bewegung aufeinander zu lässt im Laufe von Jahrmillionen Gebirge entstehen, die nicht selten zu Vulkanen werden, da in diesen Spalten das flüssige Gemisch der Lithosphäre an die Erdoberfläche kommen kann und zu Vulkanausbrüchen führt.

Auseinandergehende Bewegungen verursachen häufig Erdbeben, da sich die Erdoberflächen aneinander reiben, sowohl entstehen auch durch die Lücken häufig Seen. Diese Seen haben meist keine Zuflüsse oder Abflüsse zu Flüssen, wodurch ihr Mineralgehalt erhalten bleibt. Das Grabensystem ist keinesfalls starr, sondern entwickelt sich weiter, allerdings über Zeiträume von Millionen Jahren.

Kenia

Kenia @iStockphoto/Graeme Shannon

Menschen an der Oberfläche bekommen jedoch nur die schönen ästhetischen Folgen dieser Entwicklung mit. Landschaften mit Seen, Aussichten über die Flächen der Savanne bis zum Horizont oder die durch das Klima hervorgebrachte Artenvielfalt verzaubern den Besucher. Vor spontanen Vulkanausbrüchen oder Erdbeben muss sich aber niemand schützen, da aktive Vulkane und Erdbebengebiete, wenn es welche gibt, bestens bekannt sind. Gerade durch die Abwechslung von Gebirgen, Tälern und Seen lässt das Gebiet ein derart beliebtes Touristengebiet werden. Kenia liegt dabei im Zentrum des Grabengebietes und ist somit optimal für eine nähere Erkundung der geographischen Besonderheiten in den Nationalparks.

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