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Afghanistan

Afghanistan liegt zwischen Zentral- und Südasien mit der Hauptstadt Kabul und ist eine islamische Republik. Ungefähr 29.863.200 Einwohner leben auf einer Gesamtfläche von 652.225 km². Seit dem Jahre 2004 ist Afghanistan in 34 Provinzen aufgeteilt. Jede Provinz wird von einem Gouverneur regiert, der von der Zentralregierung in der Hauptstadt Kabul ernannt wird.




Über die Hälfte des Landes bestehen aus kaum zugänglichen Reigonen. Es sind nur weniger als 10 % der gesamten Landesfläche unter 600 m und können auch als Ackerland verwendet werden. Die größten Städte in diesem Land sind die Hauptstadt Kabul, Kundus, Mazar-e-Scharif, Kandahar und Dschalalabad. An der Grenze zum Iran befindet sich der Hilmendsee der in der Nähe der Hauptstadt entspringt.

In Afghanistan herrscht für Europäer ein extremes Klima – im Winter wird es sehr kalt, im Sommer extrem heiss. Der Temperaturunterschied liegt zwischen -50 und +53 °C. Im Sommer gibt es in diesem Land kaum Niederschläge, dafür sorgt im Südosten Afghanistans der Monsun für alljährliche Überfutungen. Im Norden findet man kleine Landstriche die sehr wüstenähnlich sind. Im Nordosten findet man die bekannte Salangpass-Straße die eine der wichtigsten Straßenverbindungen über den Gebirgskamm darstellt.

Ein Teil des Gebirgskammes wird durch einen 3 km langen Tunnel bezwungen. Afghanistan wird auch als Minoritätenmosaik- oder Vielvölkerstaat geführt. Die Gründer und Namensgeber waren die Paschtunen und nehmen ca. die Hälfte der Gesamtbevölkerung des Landes ein und sind auch als ein Nomadenstamm bekannt. Einen großen Teil der Bevölkerung nehmen die persischstammenden Tadschiken ein. Die restlichen Einwohner in Afghanistans sind Usbeken, Belutschen und Hazara. Es werden mindestens 59 Sprachen mit einig Hunderten verschiedenen Dialekten gesprochen – Persisch und Paschtu sind die offiziellen Landessprachen.

Afghanistan

Afghanistan ©iStockphoto/sasacvetkovic33

Sehenswertes

Afghanistan ist ein wunderbares und freundliches Land. Urlauber werden hier überall gerne gesehen und man versucht deren Wünsche zu erfüllen. Sehenswürdigkeiten der islamischen Kultur sind leider fast zur Gänze durch Kriege und Attentate zerstört worden. Die meisten Reiseunterkünfte sind in Kabul zu finden. Das Land ist durch die berühmten Buddha-Statuen von Bamiyan bekannt geworden. Ein Teil dieser Statuen ist von Plünderen zerstört worden und nicht mehr aufgebaut worden. In Bamiyan liegt auch der Band-e-Amir-See. Einer Sage nach löste ein eifersüchtiger Einwohner mit einem Schwerthieb einen Erdrutsch aus und sich dadurch ein Fluss zu stauen begann. Die weltberühmten Buddha-Statuen von Bamiyan gehören zum Weltkulturerbe und entstanden laut einer Schätzung aus dem 3. Jahrhundert nach Christus. In der Vergangenheit wollten viele Menschen die Statuen durch Sprengungen zerstören, konnten jedoch immer vorher gefasst werden. Die noch verbleibenden Buddha-Statuen stehen in einer Höhe von ca. 2.500 m und sind direkt aus Felsen gehauen worden. Sie haben eine Gesamthöhe von 58 m. In einer Felsnische hinter einer Statue wurden prachtvolle Ornamente, die schon sehr verblasst sind, entdeckt. Es wird noch diskutiert ob sie wieder rekonstruiert werden sollen.

In Afghanistan findet man in Felswänden sogenannte Klausen in denen früher buddhistische Mönche tagelange ohne Nahrung und Wasser beteten und meditierten. Es wurden Hunderte Klausen entdeckt.
Möchte man sich dies als Tourist alles ansehen, sollte man dies in diesem Land nie auf eigene Faust machen. Es werden in jeder größeren Stadt Führungen angeboten.