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Die Haut im Sommer – Sonnenbrand

Seit vielen Jahren gibt es immer wieder Aufklärungskampagnen zum richtigen Umgang mit der sommerlichen Sonne. Aber noch immer nimmt man es mit dem Sonnenschutz nicht so genau. Nur 9% greifen regelmäßig zur Sonnencreme, etwa 33% tun es immerhin regelmäßig. Jeder Dritte legt sich immer noch völlig ungeschützt in die Sonne und riskiert Verbrennungen, die die Haut nicht vergisst. Sie altert schneller und wird schon in jungen Jahren faltig. Im schlimmsten Fall kann Hautkrebs entstehen.




Gut vorgesorgt

Es ist erwiesen, dass die Haut bereits geschädigt sein kann, auch wenn sie nach dem Sonnenbad nicht errötet. Die im Sonnenlicht enthaltenen UVA-Strahlen können Bestandteile der Hautzellen angreifen, UVB-Strahlen können den Zellkern zerstören. Gute Sonnencremes vermögen hier vorzubeugen und gleichzeitig zu reparieren. Der Markt bietet zahlreiche Cremes mit gutem UV-Schutz, die die einzelnen Hautzellen schützen und geschädigten Zellen bei der Regeneration helfen.
Wird die Haut rot, kann es bereits zu spät sein. Die Tücke beim Sonnenbrand liegt darin, dass die Rotfärbung erst nach Stunden der eigentlichen Schädigung auftritt. Erst nach 24 Stunden erreicht die Rötung ihren Höhepunkt.
In Folge eines Sonnenbrandes schüttet der Körper entzündungshemmende Stoffe aus, die die Gefäße der Haut weiten. Durch den so gesteigerten Blutfluss kommt es zur Rotfärbung.
Spannt oder rötet sich die Haut schon beim Sonnenbad, hilft keine Creme mehr. Hier sollte sofort der Platz an der Sonne verlassen werden.

Sonnenbrand

Sonnenbrand @iStockphoto/Beth Ambrose

Erste Hilfe beim Sonnenbrand

Bei wirklich schweren Sonnenbränden wird die Einnahme von Schmerzmitteln empfohlen. Diese wirken auch entzündungshemmend. Sollten Schwellungen oder Blasen entstehen, ist der Gang zum Arzt unvermeidlich.

Generell sollte nach einem Sonnenbrand sehr viel Flüssigkeit – am besten Wasser – aufgenommen werden. Der Genuss von Obst hilft dem geschwächten Körper, sich schneller zu regenerieren. In jedem Fall sollte man die Sonne meiden bis der Sonnenbrand komplett abgeheilt ist. Zur weiteren ersten Hilfe sind beispielsweise lauwarme Kompressen, getränkt mit Wasser oder grünem Tee, geeignet. Das Auflegen von Gurkenscheiben oder rohen Kartoffelscheiben entzieht den betroffenen Stellen die Hitze und verschafft sofort Linderung. Keinesfalls gehören ölige oder fettige Substanzen auf einen Sonnenbrand, denn unter ihnen staut sich die Hitze.

Wenn die Haut pellt

Die Haut ist in der Lage, Sonnendefekte selbst zu heilen. Allerdings kann die Haut nur sehr begrenzt abgestorbene Zellen wieder neu aufbauen. Durch einen Sonnenbrand stirbt der größte Teil der Zellen in der obersten Hautschicht ab. Die Haut beginnt zu pellen. Überlebende Zellen erfahren eine genetische Veränderung.

Fazit

Im gesunden Maß ist die Sonne für uns sogar lebenswichtig. Rund 90% unseres Bedarfs an Vitamin B wird mit Hilfe der UV-Strahlen in der Haut gebildet. Ein sanftes und gut dosiertes Sonnen kann Krankheiten wie Osteoporose, Diabetes oder Krebs verhindern. Starke Sonnenbestrahlung und Sonnenbrand hingegen fördern vor allem bei Kindern das Hautkrebspotential ganz enorm.